ver.di-Aktion am Montag, dem 18. Januar 2021, vor der VHS Schöneberg

Von | 19. Januar 2021

Im Bildungsausschusses des Abgeordnetenhauses entscheiden die Parteien in der kommenden Woche auch über die seit vielen Jahren formulierte Verbesserung der sozialen Situation der VHS-Lehrenden. Gemeinsam mit Betroffenen hat ver.di daher am Montag, dem 18. Januar 2021 zu einer corona-konformen Mini-Kundgebung eingeladen.

Die Aktion vor der VHS Schöneberg am Barbarossaplatz war  für 30 Sekunden im Nachrichtenblock der Abendschau von rbb zu sehen.
Seit vierzehn Jahren engagieren sich die in der Regel akademisch ausgebildeten, aber prekär beschäftigten Berliner VHS-DozentInnen mit ver.di-Unterstützung für faire Arbeits- und Tarifbedingungen. Diese Lehrenden leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration von Zugewanderten und in anderen Bereichen der Erwachsenenbildung wie beruflicher Bildung, Grundbildung, Alphabetisierung und Fremdsprachen.  

 

Auch arbeitnehmerähnliche Lehrende, die von dieser Arbeit leben und etwa zwei Drittel des VHS-Unterrichts geben, erhalten nur kurzfristige Wochenverträge. Sie können jederzeit ihre Arbeit verlieren – ohne Arbeitslosengeld und Ausgleichszahlungen. Dies ist nach dem ersten Corona-Lockdown vielfach geschehen. Auch der Verdienst ist mager:  Arbeitnehmerähnliche VHS-LehrerInnen verdienen an der VHS bei Vollbeschäftigung einen unsicheren Monatsverdienst von etwa 1.750 Euro netto.

ver.di fordert daher eine elementare Absicherung: den Anspruch auf Weiterbeschäftigung nach Krankheit, Elternzeit, Pflegezeit und Erhalt des Unterrichtsvolumens. Die Coronakrise macht die Notwendigkeit dieser sozialen Absicherung nochmal deutlicher.

Das Berliner Abgeordnetenhaus beschloss am 4. Juni 2020 mit den Stimmen der Regierungskoalition, die prekären Arbeitsverhältnisse endlich zu beenden und eine Rahmenvereinbarung für die Honorar-Beschäftigten abzuschließen. Diesem Parlamentsbeschluss widersetzt  sich aber der Senat. Am 21. Januar hat der Bildungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses nun die vorerst letzte Möglichkeit, noch in dieser Regierungszeit die Einsetzung des Rahmenvertrages mit den Stimmen von SPD, Linken und Grünen zu beschließen.

 

 

Fotos: Christian v. Polentz / transitfoto

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