Am 3.7.2026 haben in Hamburg, Berlin und München Demos zum Erhalt der Integrationskurse stattgefunden. Die Forderungen sind:
– Sprache ist Menschenrecht: für eine bedarfsgerechte Finanzierung der Integrationskurse, ohne Kontingentierung – mindestens 900 Millionen Euro jährlich ab 2027
– die Öffnung der Integrationskurse für alle zugewanderten Menschen, auch für Asylsuchende und Geduldete
– kein Verzögerungsmanöver bei den Zulassungsverfahren
– eine Erhöhung der Erstattungssätze für Kursträger und Anpassung des Mindesthonorars für Lehrkräfte an die Tarifentwicklung
In Berlin haben wir vor dem Bundesministerium des Innern (BMI) eine einstündige Kundgebung gehalten. Zuerst haben wir Slogans geübt, die wir dann aufgenommen haben, um sie den Kolleg:innen in Hamburg und München zu schicken.
Es gab unterschiedliche Redebeiträge: eine Kollegin aus Kreuzberg und eine Teilnehmerin haben über ihre Erfahrungen berichtet. Aus der Politik haben Hakan Demir (SPD), Katina Schubert (Linke), Andreas Audretsch (Grüne) gesprochen. Die Solidaritätserklärungen aus München und Hamburg wurden verlesen. Auch Vertreter:innen der GEW Berlin und des Flüchtlingsrats haben gesprochen.
Dann haben wir einen Demozug von circa 120 Personen gebildet und zum Hauptbahnhof gelaufen. Die Musikanlage ist auf einem Lastenrad mitgefahren.
Am Hauptbahnhof haben einige Kolleg:innen eine Unterrichtssituation simuliert: Auf einer Pinnwand konnte das Publikum einen Lückentext vervollständigen und multiple choice Fragen beantworten. Viele Leute haben zugeschaut und wir haben einen Flyer verteilt, um die Bedeutung der Aktion zu erklären.
Das war eine unterhaltsame und lebendige Demo, aber wir sind nicht geschwommen, wie die Kolleg:innen in Hamburg.
