{"id":207,"date":"2016-02-29T19:55:40","date_gmt":"2016-02-29T17:55:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vhs-tarifvertrag.de\/wordpress\/?page_id=207"},"modified":"2025-10-15T18:05:07","modified_gmt":"2025-10-15T16:05:07","slug":"ziele-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.vhs-tarifvertrag.de\/wordpress\/?page_id=207","title":{"rendered":"Ziele"},"content":{"rendered":"<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-53 alignright\" src=\"http:\/\/www.vhs-tarifvertrag.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/vhs_logo_rund2-300x298.png\" alt=\"vhs_logo_rund2-300x298\" width=\"248\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/www.vhs-tarifvertrag.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/vhs_logo_rund2-300x298.png 300w, https:\/\/www.vhs-tarifvertrag.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/vhs_logo_rund2-300x298-150x150.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px\" \/><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2654 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.vhs-tarifvertrag.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Unkuerbar_redebeitrag_1_2025-09-11-150x150.jpeg\" alt=\"\" width=\"171\" height=\"171\" srcset=\"https:\/\/www.vhs-tarifvertrag.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Unkuerbar_redebeitrag_1_2025-09-11-150x150.jpeg 150w, https:\/\/www.vhs-tarifvertrag.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Unkuerbar_redebeitrag_1_2025-09-11-45x45.jpeg 45w\" sizes=\"auto, (max-width: 171px) 100vw, 171px\" \/><\/b><\/h2>\n<h2><b>Hintergrund<\/b><\/h2>\n<div id=\"magicdomid887\" dir=\"ltr\">\n<p>An den zw\u00f6lf Berliner Volkshochschulen arbeiten insgesamt etwa 3200 Kursleitende f\u00fcr die Bildung der B\u00fcrger*innen. Rund 900 VHS-Dozent*innen leben von dieser T\u00e4tigkeit und haben als Freiberufler*innen einen arbeitnehmer\u00e4hnlichen Status, der vom Land Berlin anerkannt ist. Damit erhalten sie Urlaubsentgelt sowie Zusch\u00fcsse zur Sozialversicherung.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid889\" dir=\"ltr\">\n<p>Die arbeitnehmer\u00e4hnlichen Dozent*innen unterrichten vor allem Deutsch f\u00fcr Zuwander*innen, leiten Fremdsprachen-, Computer- und Kunstkurse und arbeiten in der Grundbildung, in der sie Schreiben und Rechnen vermitteln. Sie leisten rund zwei Drittel der Unterrichtsstunden an den Berliner Volkshochschulen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid891\" dir=\"ltr\">\n<p>Sie engagieren sich- oft \u00fcber Jahrzehnte und in Vollzeit &#8211; f\u00fcr das lebenslange Lernen in der Erwachsenenbildung. Dennoch werden sie immer nur mit kurzfristigen Vertr\u00e4gen von einigen Wochen freiberuflich besch\u00e4ftigt und verdienen deutlich weniger als angestellte Lehrkr\u00e4fte mit vergleichbarer Qualifikation. Aufgrund mangelnder Absicherung k\u00f6nnen sie von heute auf morgen Auftr\u00e4ge und Einkommen verlieren. Zum Beispiel wegen geringer Teilnehmerzahlen im Kurs, Krankheit der Kursleitenden, Elternzeit oder Rauswurf aufgrund eines fehlenden fairen Konfliktmanagements. Die Kursleitenden haben keine Personalvertretungsrechte<span style=\"text-decoration: line-through;\">.<\/span> Bei Verlust ihrer Arbeit erhalten auch Arbeitnehmer\u00e4hnliche kein Arbeitslosengeld oder eine andere Form des finanziellen Ausgleichs.<\/p>\n<p>\u00c4ltere Dozent*innen, die kurz vor der Rente stehen, haben durch jahrelang extrem niedrige Honorare d\u00fcstere finanzielle Aussichten: um die 600 Euro Rente im Monat \u2013 auch nach jahrzehntelanger Vollzeitarbeit und Einzahlung in die Rentenkasse. Altersarmut im \u00f6ffentlichen Auftrag.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid894\" dir=\"ltr\">\n<p>Die Berliner VHS-Dozent*innen-Vertretung setzt gemeinsam mit ver.di ihr Engagement f\u00fcr faire Arbeitsbedingungen, bessere Bezahlung und soziale Absicherung fort. Daf\u00fcr f\u00fchren wir Gespr\u00e4che mit vielen Akteur*innen &#8211; VHS-Leitungen, den Berliner Senatsverwaltungen f\u00fcr Bildung und Finanzen sowie mit Politiker*innen im Berliner Abgeordnetenhaus &#8211; und organisieren Aktionen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid897\" dir=\"ltr\">\n<h3 class=\"western\">Forderungen<\/h3>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid898\" dir=\"ltr\">\n<p>Wir fordern f\u00fcr alle Berliner VHS-Kursleitenden eine Bezahlung wie f\u00fcr angestellte Lehrer*innen mit vergleichbarer Qualifikation sowie einen fairen Umgang und ein transparentes Konfliktmanagement. F\u00fcr die Arbeitnehmer\u00e4hnlichen wollen wir zudem eine bessere soziale Absicherung und Personalvertretungsrechte durchsetzen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid900\" dir=\"ltr\">\n<h4 class=\"western\"><b>Unsere Kernforderungen im Einzelnen<\/b><\/h4>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid901\" dir=\"ltr\">\n<p><b>1. F\u00fcr alle VHS-Dozent*innen<\/b><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid902\" dir=\"ltr\">\n<p>&#8211; Honorar f\u00fcr Sprach- und anderen Unterricht in der VHS-Honorargruppe 1.2 (akademische Ausbildung) wie angestellte Lehrkr\u00e4fte gem\u00e4\u00df Entgeltgruppe 12, Tarifvertrag der L\u00e4nder<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid904\" dir=\"ltr\">\n<p>&#8211; einen fairen Umgang der VHS mit Kursleitenden als Leitbild, angstfreie Kommunikation, ein faires, institutionalisiertes Konfliktmanagement<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid906\" dir=\"ltr\">\n<p>&#8211; bei Kursausfall: Ersatzangebote oder eine angemessene Ausfallzahlung bei kurzfristigem Ausfall (aktuell nur 10 Prozent des Honorars)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid908\" dir=\"ltr\">\n<p><b>2. F\u00fcr arbeitnehmer\u00e4hnliche Dozent*innen<\/b><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid909\" dir=\"ltr\">\n<p>F\u00fcr diese Dozent*innen fordern wir \u2013 wie es gesetzlich m\u00f6glich ist &#8211; einen Tarifvertrag zwischen dem Land Berlin und der Gewerkschaft ver.di. Darin soll eine bessere soziale Absicherung verankert werden. Vorbild ist u.a. der Tarifvertrag f\u00fcr arbeitnehmer\u00e4hnliche freie Mitarbeiter*innen beim Deutschlandradio.<\/p>\n<p>Unsere bisher durchgesetzten Anliegen haben wir \u00fcber eine Verwaltungsvorschrift des Berliner Senats, die Ausf\u00fchrungsvorschriften VHS Honorare, erreicht. Diese M\u00f6glichkeit ist gut, aber nicht optimal und st\u00f6\u00dft an Grenzen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid912\" dir=\"ltr\">\n<h3><b>Unsere Ziele<\/b><\/h3>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid913\" dir=\"ltr\">\n<p>&#8211; 100 Prozent Ausfallzahlung bei Krankheit \u2013 ab dem 1. Tag (aktuell 90 Prozent des Honorars ab dem 3. Krankheitstag)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid915\" dir=\"ltr\">\n<p>&#8211; Aufstockung des Krankengelds nach sechs Wochen auf 100 Prozent des Honorarausfalls (aktuell keine Aufstockung)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid916\" dir=\"ltr\">\n<p>&#8211; Anspruch auf Weiterbesch\u00e4ftigung nach Krankheit, Elternzeit, Pflegezeit von Angeh\u00f6rigen<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid917\" dir=\"ltr\">\n<p>&#8211; Sicherung des Besch\u00e4ftigungsvolumens<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid918\" dir=\"ltr\">\n<p>&#8211; Jahresausgleichszahlung bei deutlicher Auftragsminderung im Vergleich zum Vorjahr<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid919\" dir=\"ltr\">\n<p>&#8211; 30 Tage bezahlter Jahresurlaub (aktuell 23 Urlaubstage)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid920\" dir=\"ltr\">\n<p>&#8211; Zugang zu zus\u00e4tzlicher Altersvorsorge in der Versorgungskasse Bund L\u00e4nder (VBL)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid921\" dir=\"ltr\">\n<p>&#8211; Personalvertretungsrechte, Aufnahme der Arbeitnehmer\u00e4hnlichen in die Personalvertretung<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid923\" dir=\"ltr\">\n<h3 class=\"western\">Rente<\/h3>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid924\" dir=\"ltr\">\n<p><b>Forderung an die Bundespolitik<\/b><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid925\" dir=\"ltr\">\n<p>&#8211; Zeitfenster zum Eintritt in die Rentenversicherung ohne Nachzahlungspflicht<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid927\" dir=\"ltr\">\n<p><b>Hintergrund<\/b><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid928\" dir=\"ltr\">\n<p>Freiberufliche Dozent*innen unterliegen der Rentenversicherungspflicht, auch diejenigen, die nicht arbeitnehmer\u00e4hnlich sind, aber durchschnittlich \u00fcber 450 Euro pro Monat verdienen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid930\" dir=\"ltr\">\n<p>Viele VHS-Dozent*innen haben aber in der Vergangenheit nicht in die Deutsche Rentenversicherung eingezahlt, weil sie sich aufgrund der jahrzehntelang zu niedrigen Honorare und der beruflichen Unsicherheit in einer finanziellen und sozialen Notlage befanden.&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"magicdomid932\" dir=\"ltr\">\n<p>Wenn sie aber jetzt in die Rentenversicherung einzahlen m\u00f6chten, droht ihnen eine Nachzahlung f\u00fcr f\u00fcnf Jahre, und zwar f\u00fcr den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil. Das ist eine schwere finanzielle Belastung, die viele nicht tragen k\u00f6nnen. Daher haben viele Dozent*innen Angst, sich bei der Rentenversicherung anzumelden, sowie vor den Terminen der Rentenversicherung f\u00fcr eine Kontenkl\u00e4rung.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hintergrund An den zw\u00f6lf Berliner Volkshochschulen arbeiten insgesamt etwa 3200 Kursleitende f\u00fcr die Bildung der B\u00fcrger*innen. Rund 900 VHS-Dozent*innen leben von dieser T\u00e4tigkeit und haben als Freiberufler*innen einen arbeitnehmer\u00e4hnlichen Status, der vom Land Berlin anerkannt ist. Damit erhalten sie Urlaubsentgelt sowie Zusch\u00fcsse zur Sozialversicherung. 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