Rente

Bildschirmfoto 2016-04-04 um 15.57.06

Laut Absatz d) des Honorarvertrags unterliegen Kursleitende der Rentenversicherungspflicht. Das bedeutet, dass VHS-Dozent*innen verpflichtet sind, ihr Einkommen dem Deutschen Rentenversicherungsbund zu melden und Beiträge an die DRV abzuführen, sowohl den Arbeitgeber- als auch den Arbeitnehmeranteil. Wird das Einkommen von den VHS-Dozent*innen nicht rechtzeitig der DRV gemeldet, so kann diese später eine Nachzahlung für vier bis fünf Jahre verlangen. Die VHS-Doz-Vertretung will sich daher dafür einsetzen, dass Dozent*innen, die bisher noch keine Rentenversicherungsbeiträge zahlen, in die DRV eintreten können, ohne eine Nachzahlung leisten zu müssen. Eine solche Nachzahlung würde vielen Dozent*innen finanziell endgültig in den Ruin treiben. Daher melden sich selbst Dozent*innen, die gerne in die DRV eintreten würden, nicht bei der Rentenversicherung an.

Darüber hinaus erhalten Dozent*innen, die jahrzehntelang in die Rentenkasse eingezahlt haben, nur eine minimale Rente, die unterhalb der Grundsicherung liegt. So liegt die Rente beispielsweise nach 39 Jahren in Vollzeitarbeit bei 650 €. Altersarmut im öffentlichen Auftrag.

Zwar haben wir erreicht, dass zumindest arbeitnehmerähnliche Dozent*innen von der VHS Zuschläge zu den Rentenversicherungsbeiträgen erhalten. Allerdings sind diese Teil des Honorars, müssen mit versteuert werden und gelten mit als Bemessungsgrundlage der Krankenkassenbeiträge. Daher haben VHS-Dozent*innen extrem hohe Abgaben.

Die VHS-Doz-Vertretung bemüht sich seit Jahren darum, für die vielfältigen Probleme im Zusammenhang mit der Rente eine Lösung zu finden. Fast alle diese Probleme sind mit der Frage des Honorars verbunden.

Aktionen: Altersarmut [Infoblatt, Postkarte]