Zahlung im Krankheitsfall

Bildschirmfoto 2016-03-21 um 10.42.53Nach Jahren politischer Aktionen der Berliner VHS-Doz-Vertretung erhalten die arbeitnehmerähnlichen Dozent*innen seit 1.8.2014 eine Ausfallzahlung bei Krankheit. Sie beträgt 80 Prozent des Honorarausfalls und wird ab dem 4. Krankheitstag für die maximale Dauer von sechs Wochen in einem Jahr gezahlt (inklusive Karenztage). Die drei Karenztage gelten bei jeder Krankschreibung neu, sie werden nicht bezahlt. Als Karenztage gelten auch Samstage, Sonn- und Feiertage sowie Ferientage. Gezahlt wird ab dem 4. Tag – aber nur, wenn tatsächlich Unterricht ausfällt, also leider nicht in den Ferien und in den unterrichtsfreien Tagen zwischen den Kursmodulen. Die Ausfallzahlung muss beantragt werden und kommt nicht automatisch mit der Abgabe der Krankmeldung. Nachholtermine sind weiterhin möglich und müssen extra honoriert werden:

„Wenn ein Kursleiter oder eine Kursleiterin krankheitsbedingt nicht unterrichten kann und für die entsprechenden Unterrichtstermine ein Ausfallhonorar erhält, so macht es rechtlich keinen Unterschied, wer die Unterrichtstermine zeitgleich oder später übernimmt. Es handelt sich in jedem Fall um einen weiteren Vertrag mit einem Kursleiter / einer Kursleiterin über ein bestimmtes Unterrichtsvolumen, das nach den Honorarvorschriften zu honorieren ist. Diesen Vertrag kann die VHS, sofern keine zeitgleiche Vertretung erfolgen musste bzw. erfolgt ist, selbstverständlich auch mit der ursprünglichen Kursleitung schließen. Nach den Honorarvorschriften ist die VHS sogar gehalten, den Kursleitenden, soweit betrieblich vertretbar, die Möglichkeit zum Nachholen jedenfalls der Karenztage (für die kein Ausfallhonorar gezahlt wird) einzuräumen. […] Es besteht auch nachträglich noch ein Anspruch darauf, für die zusätzlich unterrichteten Stunden das volle Honorar zu erhalten.“

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft. 19.2.2016

Amtsblatt vom 3.1.2014 

Merkblatt der Berliner VHSen vom 28.7.2014

Antrag für Ausfallzahlung im Krankheitsfall